Neues Bachelorstudium Umweltingenieurwesen ab Herbst

Ab kommendem Wintersemester werden an der TU Wien Expert_innen ausgebildet, die einen Beitrag zur Lösung aktueller Umweltprobleme und resultierender Herausforderungen für künftige Generationen leisten können.

Bachelorstudium Umweltingenieurwesen

Die TU Wien bündelt ihre vorhandenen Kompetenzen in den Bereichen Erfassung und Management von Umweltdaten, Umwelttechnik, Luftreinhaltung und Klima sowie Wasserwirtschaft und Ressourcenmanagement im neuen, interdisziplinären Studium Umweltingenieurwesen. Ab dem Wintersemester 2019/20 werden nicht nur technische Lösungen behandelt; Absolvent_innen werden vorbereitet, komplexe Probleme im Kontext Mensch-Umwelt-Technik zu erkennen, zu analysieren und zu bewältigen. Dafür werden die Studierenden zur quantitativen, d. h. mathematisch-naturwissenschaftlichen Erfassung der Interaktion zwischen Mensch und Umwelt befähigt, um technische Lösungen zum Schutz der Gesundheit beider zu kombinieren.

Was macht ein_e Umweltingenieur_in?

Die möglichen Betätigungsfelder von Umweltingenieur_innen sind breit gefächert: Zivilingenieur_in im technischen Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Vermessungswesen, Umweltbeauftragte_r im Industriebereich und der Anlagen- und Systemplanung, Betreiber_in von Anlagen zur Wasser- und Abwasseraufbereitung, Abfallverwertung und -entsorgung oder Luftreinhaltung im kommunalen und betrieblichen Umfeld, sowie der Verwaltungsbereich zur Umsetzung von Umwelt-Rechtsvorschriften sind einige Beispiele. Auch das Umweltconsulting und eine akademische Karriere in Forschung und Lehre stehen als Optionen bereit.

International begehrte Kompetenz

Studiendekan Jörg Krampe war vor seiner Berufung an die TU Wien bei South Australien Water für Wasser und Abwasser-Agenden zuständig. Die in Australien bereits akuten Herausforderungen wie Wassermangel kennt er also aus erster Hand. Der Klimawandel führt dazu, dass diese Themen auch in Mitteleuropa immer relevanter werden. "Das Umweltingenieurwesen ist ein Betätigungsfeld von großer gegenwärtiger und zukünftiger gesellschaftlicher Bedeutung", ist Jörg Krampe deshalb überzeugt.

Klares Ziel ist es, wesentliche Aspekte für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Zusammenspiels von Mensch, Umwelt und Technik zu vermitteln und Fachleute für ein weites, nationales und internationales Berufsfeld auszubilden. Dafür wird Verständnis für Umweltprozesse, Monitoring und Modellierung, die Bewertung von Umweltbelastungen und -risiken genauso vermittelt, wie Problemlösungskompetenz durch Umwelttechnologien und übergeordnete Umweltplanung. Zusätzlich werden die sozioökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen behandelt.

Ein kleines bisschen Welt retten

Stehen damit also alle bekannten und kommenden Umweltprobleme vor ihrer Lösung? Werden Umweltingenieur_innen die Welt in absehbarer Zeit gerettet haben? "So einfach ist es nicht, wir können lediglich eine Basis vermitteln, damit unter Einsatz moderner Technik ein Beitrag geleistet werden kann", so Matthias Zessner, einer der Masterminds in der Planung des Studienplans. "Und trotzdem, um es mit Che Guevara zu sagen: 'Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!'."

Weiterführende Informationen unter tuwien.at/uiw

 

Rückfragehinweis

Dr. Heidemarie Schaar
Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement
Technische Universität Wien
T +43 1 58801 22628
M +43 699 19450118
uiw@tuwien.ac.at