TU Austria: Fünf Forderungen an die künftige Bundesregierung

Während auf Bundesebene Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden, appellieren die drei technischen Universitäten Österreichs mit fünf Forderungen an eine künftige Bundesregierung, den Universitätsstandort Österreich im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich durch entsprechende Maßnahmen weiter zu stärken.

Ausschnitt aus dem Cover des Forderuntskataloges mit dem Titel "Fünf Forderungen der TU Austria an die künftige Bundesregierung".

die drei TU Austria-Universitäten, TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben, richten fünf Forderungen an die künftige Bundesregierung. (© TU Austria)

Die TU Austria, der Verband der drei technischen Universitäten Österreichs, bietet als Kooperationspartnerin für Industrie und Wirtschaft national und international ein attraktives Angebot in der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Lehre und Forschung. Für eine weiterhin positive Entwicklung der österreichischen Universitäten im Allgemeinen und der technischen Universitäten im Besondern erachten die drei TU Austria-Universitäten, TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben, ausgewählte Maßnahmen als unverzichtbar. „Fünf Forderungen der TU Austria an die künftige Bundesregierung“ wurden nun veröffentlicht.

Kapazitätsorientierte und studierendenbezogene Hochschulfinanzierung

„Eine zentrale Forderung der TU Austria ist eine kapazitätsorientierte und studierendenbezogene Hochschulfinanzierung“, erklären Harald Kainz, Rektor der TU Graz und amtierender Präsident der TU Austria, Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien, und Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben unisono. „Denn nur dies garantiert Wirtschaft und Industrie auch in Zukunft technisch und naturwissenschaftlich bestens ausgebildete Absolventinnen und Absolventen und eine exzellente Forschungsexpertise, die den Technologie- und Innovationsstandort Österreich absichern.“ Die TU Austria Universitäten erachten in diesem Kontext eine aktive Lenkung von Studierendenströmen, die sich an bestehenden Kapazitäten und international üblichen Betreuungsrelationen orientiert als unerlässlich.
Ebenso unerlässlich wie den Ausbau von Kapazitäten im MINT-Bereich – eine weitere TU Austria-Forderung. „Aus Verantwortung gegenüber dem Standort müssen wir sicherstellen, den enormen Bedarf der Industrie an Ingenieur/innen und Naturwissenschafter/innen abzudecken“, so das TU Austria-Präsidium zu seiner zweiten Forderung, „dies braucht entsprechende Aktivitäten und Geldmittel vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung in den MINT-Fächern.“

Digitalen Wandel erfolgreich gestalten

Auch zu den Herausforderungen des digitalen Wandels machen sich die TU Austria-Universitäten Gedanken und orten dringenden Handlungs- und Investitionsbedarf in Forschung und Ausbildung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien. Das TU Austria Präsidium fordert den massiven Aufbau von Kapazitäten im Fachbereich Informatik wie es derzeit etwa auch in Deutschland und der Schweiz passiert. „Wir müssen unsere Informatiktalente im Land ausbilden und auch halten und die Gründung von IT-Unternehmen am Standort fördern“, so das Präsidium, „nur so können wir Digitalisierung in allen Wissenschaftsbereichen bis hin zu den Sozial- und Geisteswissenschaften erfolgreich sicherstellen.“

Forschungsinfrastruktur von Weltniveau

Eine vierte Forderung der TU Austria bezieht sich auf Finanzierung und Betrieb modernster Forschungsinfrastruktur, um internationale Konkurrenzfähigkeit zu gewährleisten. Forschung und Lehre auf internationalem Top-Niveau setzt gerade an technischen Universitäten modernste technische Ausstattung und neueste Forschungsinfrastruktur voraus und bedingt zunehmend höhere Aufwendungen für qualifiziertes Personal zum Betrieb dieser Hochtechnologieapparaturen. Dazu fordert die TU Austria im Finanzierungsmodell für Universitäten eine eigene Finanzierungssäule zur Anschaffung und Refinanzierung von Infrastruktur.

Eine fünfte und letzte Forderung der TU Austria Universitäten bezieht sich auf die erfolgreiche Weiterführung ihrer Internationalisierungsstrategie und sie fordern dahingehend zusätzliche gesetzliche Rahmenbedingungen und finanzielle Ressourcen.

TU Austria-Präsident Harald Kainz abschließend: „Als ein zentraler Player am Innovationsstandort Österreich sehen wir es als unsere Verpflichtung an, auf notwendige Maßnahmen hinzuweisen, die für die weitere gedeihliche Entwicklung des Wirtschafts- und Technologiestandortes Österreich aus unserer Sicht unerlässlich sind. Wir appellieren daher an eine künftige Bundesregierung, gemeinsam mit uns daran zu arbeiten und sehen einer Zusammenarbeit mit Freude entgegen.“

TU Austria: United Through Excellence

Die TU Wien, die TU Graz und die Montanuniversität Leoben gründeten 2010 den Verein „TU Austria“. Im technisch?naturwissenschaftlichen Bereich gibt es somit einen Verbund mit mehr als 49.000 Studierenden und rund 8.600 Mitarbeitenden. Die Mission von TU Austria besteht in der Bündelung aller Kräfte um gemeinsam mehr in den Bereichen Forschung, Lehre und Hochschulpolitik zu erreichen und um mit geballter Kompetenz als Partner für Wirtschaft und Industrie aufzutreten. Die TU Austria leistet einen erheblichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und stellt ein national wie international gewichtiges und gut sichtbares universitäres Forum dar.

Kontakt:

Mag. Dr. Elke Standeker, Bakk. MBA
Generalsekretärin der TU Austria
Tel.: +43 3842 402 7013
elke.standeker(at)tuaustria.ac.at