TU Austria: Wilfried Eichlseder übernimmt Vorsitz

TU Graz-Rektor Harald Kainz übergab die Präsidentschaft der TU Austria mit 1. Juli 2018 an Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder, der im kommenden Jahr die exzellenten Leistungen der Absolventinnen und Absolventen der drei österreichischen Technischen Universitäten in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft rücken will. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Vermittlung der Berufsbilder gelegt werden.

Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder (rechts) übernimmt mit einer symbolischen "Staffel" die Präsidentschaft der TU Austria von TU Graz-Rektor Harald Kainz (links).

Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder (r.) übernimmt Präsidentschaft der TU Austria von TU Graz-Rektor Harald Kainz (l.) (Fotocredit: TU Graz)

Anfang Juli übernahm Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder die TU Austria-Staffel von Harald Kainz, Rektor der TU Graz, und damit für ein Jahr die Präsidentschaft der TU Austria, der Allianz der drei technischen Universitäten Österreichs. Der Vorstand setzt sich ab 1. Juli wie folgt zusammen: Präsident ist Rektor Wilfried Eichlseder, Montanuniversität Leoben, Vizepräsidentin und -präsident sind Rektorin Sabine Seidler, TU Wien und Rektor Harald Kainz, TU Graz.

Der scheidende Präsident, TU Graz-Rektor Harald Kainz zieht eine positive Bilanz: „Die TU Austria hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Partnerin der heimischen Industrie und Wirtschaft nachhaltig etabliert. Beim ersten Hochschulpolitischen Dialog der TU Austria mit der Österreichischen Industriellenvereinigung vor wenigen Wochen haben wir vereint für einen zukunftsorientierten Wissens- und Innovationsstandort Österreich eindrucksvoll Flagge gezeigt und wollen diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam beschreiten. Über die Landesgrenzen hinaus hat die TU Austria im technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulnetzwerk Europas ihre Kontakte weiter intensiviert und kooperiert eng mit den TU9 in Deutschland und den niederländischen 4TU und wir bemühen uns um neue Partnerschaften in Südost-Europa. Im Bereich der Digitalisierung der Hochschulen, einem Thema das uns in den kommenden Jahren massiv beschäftigen wird, wurden wichtige Akzente gesetzt.“

Erfolgreiche Ingenieure als Role Models

Auch für das kommende Jahr hat sich die TU Austria ein ehrgeiziges Arbeitsprogramm vorgenommen, um in ihren Kernthemen Lehre, Forschung und Hochschulpolitik zu punkten. TU Austria-Präsident Wilfried Eichlseder: „Am Beginn eines wirtschaftlichen Aufschwungs stehen immer auch die Entwicklung und Einführung neuer Technologien. Wissenschaftlich exzellente Forschung und Lehre bilden dafür die Grundlage. Die technischen Hochschulen in Österreich leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie blicken auch auf eine historische Vorreiterrolle in Europa zurück. In Österreich gab es früher als in den meisten europäischen Staaten Einrichtungen für den höheren technischen Unterricht. In Graz wurde bereits 1811 von Erzherzog Johann das Joanneum gegründet, aus dem die TU Graz hervorgegangen ist, in Wien entstand 1815 das k.k. Polytechnische Institut, Vorgänger der TU Wien. Die Montanuniversität Leoben wurde 1840 von Erzherzog Johann ins Leben gerufen.“

„Exzellente Forschung und Lehre benötigen auch entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen und finanzielle Ausstattung. Und dazu sind exzellente Forschende und Lehrende erforderlich. Um junge Menschen für ein MINT-Studium zu begeistern, sollen erfolgreiche Ingenieurinnen und Ingenieure als Role Models dienen. Das Berufsbild soll stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Denn begeisterte junge Menschen sind der Motor für die Weiterentwicklung in der Wissenschaft und somit die Voraussetzung für unseren Wohlstand“, so der neue TU Austria-Präsident.

Eichlseder will in einer eigenen Kampagne das Berufsbild der Ingenieurin und des Ingenieurs in einem neuen Blickwinkel beleuchten. „Eine Ingenieurin und ein Ingenieur kann weltweit in internationalen Unternehmen tätig sein, denn sein Betätigungsfeld ist breit gefächert. Auch haben sie nach wie vor im Vergleich zu anderen Berufsgruppen hervorragende Berufsaussichten. Diese positiven Aspekte sollen junge Menschen zu einem technischen Studium motivieren.“

TU Austria Innovations-Marathon beim Forum Alpbach 2018

Praxisnahe und marktorientierte Ausbildung ist an den technischen Universitäten gelebter Alltag: So veranstaltet die TU Austria auch heuer wieder den TU Austria Innovations-Marathon während der Technologiegespräche des Europäischen Forums Alpbach. Der Startschuss fällt am Donnerstag, 23. August um 08:30 Uhr, die Präsentation der Ergebnisse erfolgt Freitag Früh im Rahmen des Plenums. Dazwischen haben die acht interdisziplinären und internationalen Studierendenteams 24 Stunden Zeit, kreative Lösungskonzepte für reale Aufgabenstellungen der acht Industriepartner zu entwickeln.
Details dazu: http://www.innovations-marathon.org

TU Austria: United Through Excellence

Die TU Wien, die TU Graz und die Montanuniversität Leoben gründeten 2010 den Verein „TU Austria“. Im technisch?naturwissenschaftlichen Bereich gibt es somit einen Verbund mit mehr als 47.000 Studierenden, rund 560 Millionen Euro Bilanzsumme und 9.000 Mitarbeitenden. Die Mission von TU Austria besteht in der Bündelung aller Kräfte um gemeinsam mehr in den Bereichen Forschung, Lehre und Hochschulpolitik zu erreichen und um mit geballter Kompetenz als Partner für Wirtschaft und Industrie aufzutreten. Die TU Austria leistet einen erheblichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und stellt ein national wie international gewichtiges und gut sichtbares universitäres Forum dar.

Weitere Informationen:

Mag. Dr. Elke Standeker, Bakk. MBA
TU Austria, Generalsekretärin
Tel.: +43 3842 402-7013
E-Mail: elke.standeker(at)tuaustria.ac.at