TU Graz-Forscherin ist auf der Forbes „30 under 30“-Liste

Das Magazin „Forbes“ listet Johanna Pirker, Informatikerin an der TU Graz, für ihr preisgekröntes „Virtual Reality Physik Labor“ unter die 30 interessantesten Köpfe Europas unter 30.

Johanna Pirker, Informatikerin an der TU Graz, im Gang vor ihrem Büro.

Unter den besten 30 unter 30: Johanna Pirker, Informatikerin an der TU Graz.

Sie bewegt sich zwischen Virtualität und Realität: Johanna Pirker, 29, ist Universitätsassistentin und Mitglied der „Motivational Media Technologies Group“ am Institute of Interactive Systems and Data Science der TU Graz und eine ausgewiesene Expertin für Virtual Reality. Für das Konzept des interaktiven, digitalen Physiklabors „Maroon“, das Physikexperimente und Simulationen zu Virtual Reality-Erfahrungen macht, wurde Johanna Pirker nun in die Liste „30 under 30“ aufgenommen, mit der das Magazin Forbes die 30 interessantesten Persönlichkeiten unter 30 benennt.
„Dass mein Name in dieser Liste von extrem motivierten jungen Persönlichkeiten steht, die in kurzer Zeit sehr viel geschaffen haben und vor allem oft auch Produkte entwickelt haben, die einen echten Impact haben können, ist schon sehr motivierend. Es großartig, als Wissenschafterin mit einem nicht-kommerziellen Nischenprodukt, das darauf abzielt, das Lernen als kleinen Teil unseres Alltags zu verbessern, auf dieser Liste genannt zu werden.“, freut sich die Informatikerin.

Physik virtuell erleben

Im dreidimensionalen Physiklabor "Maroon" können verschiedene Physikexperimente und Simulationen ausprobiert werden, die in realen Laboren oft schwer oder gar nicht durchzuführen sind, als gefährlich oder teuer eingestuft werden. „Und Maroon macht unsichtbare Phänomene sichtbar und damit besser verständlich“, sagt Johanna Pirker. Durch die Erweiterung "Maroon VR" wird Lernenden eine realistische, interaktive und „eintauchende“ Erfahrung durch Virtual Reality Devices wie dem Google Cardboard oder der HTC Vive ermöglicht. Das Labor wird als sehr realistisch wahrgenommen und Lernende können sich durch diese Erfahrung im virtuellen Labor voll und ganz auf die Experimente und Simulationen konzentrieren. Bis jetzt hat bereits ein großes Team an Studierenden an dem Projekt weitergearbeitet, bald soll es auch als Open Source-Produkt zur Verfügung stehen.

Aktiv in der Spieleentwicklungsszene

Johanna Pirker ist Autorin von rund 50 wissenschaftlichen Publikationen und hat bisher 16 Scholarships und Preise gesponsert von verschiedenen Organisationen wie ACM, Orcacle oder Google für wissenschaftliche, aber auch Lehrleistungen bekommen. Weiters ist sie aktiv in der einheimischen Entwickler-Community tätig und hat einschlägige Veranstaltungen und Workshops auf diesem Forschungsgebiet betreut und veranstaltet, darunter zuletzt die Game Dev Days Graz 2016 und 2017. Sie ist Präsidentin des Grazer Vereins zur Förderung der lokalen Spieleentwicklung "Game Development Graz" und hat Seminare an Universitäten wie Harvard, der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Universität Göttingen abgehalten. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Virtuelle Realitäten, Spiele-Forschung, Mensch-Computer-Interaktion, e Learning und Datenanalyse.

Johanna Pirkers Forschungsbereich ist im Field of Expertise "Information, Communication & Computing" verankert, einem der fünf strategischen Schwerpunktfeldern der TU Graz.

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Kontakt

Johanna PIRKER
Dipl.-Ing. Dr.techn.
TU Graz | Institute of Interactive Systems and Data Science
Tel.: +43 316 873 5625
E-Mail: johanna.pirker(at)tugraz.at