Vom Orbit aus betrachtet ist alles viel genauer

Torsten Mayer-Gürr vermisst die Erde. Und obwohl sein Schreibtisch in der Grazer Steyrergasse steht, fliegt sein Messgerät über 400 Kilometer hoch über seinem Kopf.

Mehrere Personen: In der Mitte steht ein Mann mit kurzen Haaren und einer Brille. In der Hand hält er einen kleinen Ball, der wie eine Erdkugel aussieht. Dahinter stehen zwei Frauen mit ebenfalls dunklen Haaren. Dahinter stehen drei Männer.

Torsten Mayer-Gürr und das Team der Arbeitsgruppe Theoretische Geodäsie und Satellitengeodäsie. © Baustädter – TU Graz

400 Kilometer über unseren Köpfen jagten Tom und Jerry einander jahrelang hinterher. Der eine stetig vorne, der andere in einmal größerem, einmal kleinerem Abstand stetig dahinter. „Wir haben die zwei Satelliten nach den Comic-Figuren benannt, die sich auch ständig verfolgen, ohne sich jemals zu fangen“, sagt Torsten Mayer-Gürr lächelnd. Er sitzt in seinem ordentlich zusammengeräumten Büro in der Steyrergasse – am Kasten hinter ihm wartet ein Poster mit zwei kühlschrankförmigen Satelliten und dem Schriftzug „Tom & Jerry“ darauf, an die Wand gehängt zu werden. Die robusten Flugobjekte auf dem Bild sind die Messgeräte des Forschers. Oder besser gesagt: Sie waren die Messgeräte des Forschers in den vergangenen 15 Jahren. Vor einigen Jahren verglühten sie nach dem Ende ihrer Mission beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Bis dahin hatten die beiden Erdumkreiser aber wertvolle Daten gesammelt, die unter anderem wichtige Aufschlüsse über den Klimawandel geben.

Wie die Forschenden mit ihren Auswertungen das dynamische System Erde besser verstehen können, erklärt Torsten Mayer-Gürr, Forscher am Institut für Geodäsie der TU Graz und Leiter der Arbeitsgruppe Theoretische Geodäsie und Satellitengeodäsie für die online News+Stories der TU Graz.

Lesen Sie mehr über die Mission GRACE im Planet Research-Beitrag.