Zwei neue CD-Labors an der TU Graz

Proteine und hochwertige Kunststoffe effizient und kostengünstig produzieren: Daran wird in zwei CD-Labors der TU Graz gearbeitet, die am 24. September eröffnet werden.

Zwei Herren auf der Terasse

Die beiden neuesten CD-Labor Leiter der TU Graz: Anton Glieder (l.) und Christian Slugovc © Lunghammer – TU Graz

Mit der Eröffnung der neuen CD-Labors wird die TU Graz einmal mehr zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Der Pharmakonzern Novo Nordisk, die Sesam- Biotech GmbH und das Unternehmen Biogrammatics sind Firmenpartner des CD-Labors für Innovative Pichia pastoris Wirts- und Vektorsysteme , das unter der Leitung von Anton Glieder grundlegende biologische Mechanismen der Hefeart Pichia pastoris erforscht. Die Ergebnisse sollen dazu führen, dass Enzyme und biopharmazeutische Proteine in höherer Qualität zu einem günstigeren Preis hergestellt werden können. Im CD-Labor für Organokatalyse in der Polymerisation arbeiten Laborleiter Christian Slugovc und sein Team gemeinsam mit den Unternehmen Allnex und Hilti daran, hochwertige Kunststoffe mithilfe von Alkoholen kostengünstiger und umweltschonender herzustellen. Die beteiligten Unternehmen finanzieren die auf sieben Jahre ausgelegte Forschung in den Christian Doppler Labors gemeinsam mit der öffentlichen Hand. Die Forschungsbudgets belaufen sich auf insgesamt 1,9 Millionen Euro ( CD-Labor für Innovative Pichia pastoris Wirts- und Vektorsysteme) sowie auf 1,4 Millionen Euro ( CD-Labor für Organokatalyse in der Polymerisation). Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftstandort (BMDW).

Wirtschaftsministerium fördert anwendungsorientierte Grundlagenforschung

„Ob bessere und günstigere Medikamente oder umweltfreundlichere Kunststoffe – diese beiden CD-Labors leisten einen Beitrag für die Lebensqualität und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes“, betont Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. „Der effiziente Ressourceneinsatz wird in der Produktion ein immer wichtigerer Kostenfaktor, daher braucht es innovative Methoden, um hier den entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz herauszuholen. Standortrelevante Forschung ist der Schlüssel für unsere Unternehmen und hier hilft uns die enge Vernetzung mit exzellenten Einrichtungen wie der TU Graz.“

Erfahren Sie im TU Graz News+Stories Beitrag zu den neuen CD-Labors mehr über das Thema.