Falling Walls Lab Austria 2017

Falling Walls Lab Austria: 14 Talente aus acht Nationen präsentierten ihre innovativen Ideen
Falling Walls Lab Austria: 14 Talente aus acht Nationen präsentierten ihre innovativen Ideen
Johannes Bintinger (TU Wien), Agnes Reiner (Med Uni Wien, AIT), Hannes Androsch, Helga Nowotny, Rupinder Kaur (Uni Wien), Lukas Kinner (AIT) (v.l.n.r.)
Johannes Bintinger (TU Wien), Agnes Reiner (Med Uni Wien, AIT), Hannes Androsch, Helga Nowotny, Rupinder Kaur (Uni Wien), Lukas Kinner (AIT) (v.l.n.r.)

14 Talente aus acht Nationen präsentierten ihre innovativen Ideen

Johannes Bintinger von der TU Wien löste mit seiner Präsentation ein Ticket zu den Alpbacher Technologiegesprächen und hat die Chance, am Berliner Finale teilzunehmen.

Bereits zum zweiten Mal machte das Falling Walls Lab in Österreich Station: 14 Kandidat_innen haben am Montagabend, 24. April 2017, im Österreichischen Museum für angewandte Kunst (MAK) in je drei Minuten einer achtköpfigen Jury und dem Publikum ihre innovativen Projekte präsentiert. Die Themen der Kandidat_innen – von Biotechnologie über Mathematik bis hin zu Architektur – waren so vielfältig wie ihr Hintergrund: Zehn Männer und vier Frauen aus acht verschiedenen Nationen und 12 unterschiedlichen Institutionen.  

Die TU Wien war mit 2 Teilnehmern am Start: Johannes Bintinger erforscht am Institut für Angewandte Synthesechemie Graphen und beeindruckte mit seiner Präsentation „Breaking the Wall of Smell Sensing“. Felipe Riola Parada vom Institut für Architekturwissenschaften forscht im Bereich Tragwerksplanung und Ingenieurholzbau und hielt einen fesselnden Vortrag über „Breaking the Wall of Resource-Efficient Building Structures“.

Tickets für das Berlin-Finale sowie die Alpbacher Technologiegespräche
„Die Entscheidung über die Gewinner_innen haben wir uns nicht leicht gemacht“, sagte Jurypräsidentin Prof. Dr. Helga Nowotny, ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates. „Aber Agnes Reiner mit ihrer Präsentation zu „Breaking the Wall of Ovarian Cancer Diagnosis“ hat uns in jeder Hinsicht überzeugt. Das Potenzial zum wissenschaftlichen Durchbruch und die Relevanz für die Gesellschaft waren eindeutig gegeben. Auch die Darbietung von Agnes war sehr ansprechend“, sagt Nowotny. Ihre Co-Juror_innen Verena Winiwarter (Alpen-Adria Universität), Janos Kertesz (Central European University), Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor MAK) und Heinz Redl (Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für experimentelle und klinische Traumatologie) zeigten sich ebenfalls beeindruckt. „Es ist überwältigend, diesen Wettbewerb gewonnen zu haben. Ich hätte nie mit einem Gewinn gerechnet und freue mich jetzt, bei den Alpbacher Technologiegesprächen und in Berlin erneut zu präsentieren“, sagt Agnes Reiner (Medizinische Uni Wien & AIT).

Lukas Kinner (AIT) belegte Platz 2 mit seiner Präsentation zu „Breaking the Wall of Photovoltaics 2.0“, Platz 3 ging an Rupinder Kaur für „Breaking the Wall of Insect Pest Control“ und an Johannes Bintinger (TU Wien) für „Breaking the Wall of Smell Sensing“. Alle vier Kandidat_innen werden jetzt nach Alpbach eingeladen, wobei sich Lukas Kinner, Rupinder Kaur und Johannes Bintinger während der Technologiegespräche am 24. August noch mit dem Alpbach-Ticket für das große Falling Walls Lab Finale am 8. November in Berlin qualifizieren können. In Alpbach wird ein Publikums-Voting über die Gewinnerin/den Gewinner entscheiden. Agnes Reiner hat sich durch ihren ersten Platz die Teilnahme am Berliner Finale bereits gesichert.

Dr. Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), hat das Falling Walls Lab Austria von Anbeginn unterstützt und sich dafür eingesetzt, das Format in Österreich dauerhaft zu etablieren. „Es braucht in Österreich Projekte wie das Falling Walls Lab, denn hier kann sich der Forschernachwuchs messen und bekommt die Bühne geboten, die junge Talente brauchen. Um Österreich als eine führende Nation in Hinblick auf Forschung und Innovation in Europa und weltweit zu etablieren, müssen wir unseren Nachwuchs in den Vordergrund stellen.“ Auch Prof. Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT Austrian Institute of Technology und Mitveranstalter der Alpbacher Technologiegespräche, unter deren Schirmherrschaft das Falling Walls Lab Austria stattfindet, zeigt sich erfreut: „Wir sind stolz darauf, dass sich Österreich als Schauplatz unter den mehr als 50 Falling Walls-Standorten weltweit eingereiht hat.“

Über die Alpbacher Technologiegespräche
Die Alpbacher Technologiegespräche gelten als das Gipfeltreffen der heimischen Forschungs-, Technologie- und Innovations-Community und werden vom AIT Austrian Institute of Technology und ORF Radio Österreich 1 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Forum Alpbach veranstaltet. Heuer finden die Alpbacher Technologiegespräche zwischen dem 24. und 26. August unter dem Rahmenthema „Konflikt und Kooperation“ statt.

 Die Alpbacher Technologiegespräche bringen das Falling Walls Lab Austria in Kooperation mit unseren Partnern, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), Accent Gründerservice, dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), der Industriellenvereinigung (IV), Austria Wirtschaftsservice (AWS), der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), dem Verlag Holzhausen und der TU Austria nach Österreich.

Bilder: © AIT/Johannes Zinner